So trinkt die Welt ihren Kaffee

Dass ich ein Fan von Kaffee und dessen Zubereitung bin, solltet ihr spätestens nach meinem Bericht über Schärf in Wien wissen. Momondo hat mir freundlicherweisen diese wunderbare Grafik zur Verfügung gestellt und nebenbei damit auch die Aktion #HerdblogHilft unterstützt. Vielen Dank an dieser Stelle! Es ist immer wieder erstaunlich, wie man aus einer Zutat zahlreiche Variationen zaubern kann. Dies ist eben nicht nur in der Küche sondern auch beim Kaffee so. Welche Kaffeeart bevorzugt ihr? Lungo, Cimbalino oder vielleicht einen Cà phê Trùng? Durchstöbert die Grafik und lasst es mich wissen. Eventuell taucht in den Kommentaren noch das eine oder andere Land auf, welches in dieser Reihe nicht vertreten ist.

 

Coffee around the world DE

Gewürzhähnchen ¬ Ananaskraut ¬ Kartoffel-Karottenpüree

Gewürzhähnchen auf Ananaskraut

 

 

Ananaskraut?! Das kannte ich bis zu meinem Sommerurlaub auf Sylt nicht, aber in Kombination mit wirklich ausgezeichneten Lammbratwürstchen und Kartoffelstampf, dazu eine Lammjus vom Feinsten, ein absoluter Genuss. Noch während der Crème brûlée an diesem Abend war mir klar, dass ich Ananaskraut zuhause nachkochen möchte. Der einfachste Weg war in diesem Fall, fertiges Sauerkraut aus dem Supermarkt mit frischer Ananas in einen Topf zu werfen und zu sehen was geschieht. Anfangs (nach 20 min) dachte ich noch, dass das der falsche Ansatz war, weil es absolut nicht so geschmeckt hat, wie im Restaurant. Rund 40 Minuten und 1 TL Honig später hat es dann doch gepasst. Die Säure des Krauts war größtenteils verschwunden, dafür die leichte Säure der Ananas und die Süße in den Vordergrund gekommen. Ob an dieser Stelle Dosenananas, Ananassaft oder einfach mehr frische Ananas dem Kraut noch besser stehen würde, werde ich testen.

Was passt also zu Ananaskraut?

Ich habe hier versucht die Aromen Curry – Ananas – Karotte in eine Linie zu bringen. Also ist daraus folgende gewagte, aber wie ich finde gelungene Kombination geworden.

 

Zutaten (für 4 Personen)

1 Hähnchenbrustfilet pro Person

Für die Marinade:

  • 100ml Öl
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Paprika / Cayennepfeffer
  • 1 Msp. Kreuzkümmel
  • 1 Prise granulierter Knoblauch / 1 Zehe Knoblauch fein geschnitten
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

Alle Gewürze gut miteinander vermischen. Je nach Geschmack kann hier natürlich noch variiert werden und z.B. Zitronengras, Chili, Tandoori, etc dazu gegeben werden. Die Gewürzmischung mit dem Öl vermischen und das Hänchen darin einlegen. Ich habe die Hähnchenbrustfilets dazu in kleinere Stücke geschnitten. Das Hähnchen sollte mindestens 90 Minuten in der Marinade liegen, je länger, desto besser.

Später werden die Hähnchenstücke in einer Pfanne knusprig gebraten und serviert.

 

Für das Ananaskraut:

Hier kann man wie oben bereits beschrieben auch etwas experimentieren. Dosenananas und Ananassaft können hier bestimmt auch eingesetzt werden, in meinem Versuch war ich mit der frischen Ananas aber sehr zufrieden.

  • 1/2 Ananas (ca. 500g)
  • 500g Sauerkraut
  • 1 TL Honig

Die Ananas schälen und vom Strunk befreien. Nun muss die Frucht in kleine Würfel geschnitten werden. Je feiner die Würfel sind, umso schneller “verkochen” sie im Kraut. Je nach Geschmack und Qualität der Ananas kann man mit Honig nachsüßen. Das Kraut sollte ebenfalls bei kleiner Flamme im Topf mit geschlossenem Deckel mindestens 60 Minuten ziehen, damit die typische Säure verschwindet und gegen das süße Ananasaroma ersetzt werden kann.

 

Für das Kartoffel-Karottenpüree:

  • 650g Karottenstücke
  • 650g Kartoffeln (geschält, gewürfelt)
  • Salz, Muskat

Die Kartoffeln und die Karotten in einem Topf mit etwas Wasser, Salz und Muskat kochen. Hierfür genügt wenig Wasser im Topf, wenn der Deckel drauf ist. Das hat den Vorteil, dass das Püree intensiver schmeckt, da nicht soviel Geschmack ins das Wasser abgegeben wird. Zum Ende hin, den Deckel abnehmen um das Wasser verdunsten zu lassen. Nun können die weichen Kartoffel- und Karottenstücke püriert und ggf. dem Püree noch etwas Milch und Butter untergearbeitet werden. An und für sich sollte aber noch genügend Feuchtigkeit in den Stücken sein um das Püree sämig zu bekommen. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Berichtet eure Ergebnisse, insbesondere die des Ananaskrauts, in den Kommentaren.Viel Spaß beim Nachkochen.

 

Herdblog hilft – Neven Subotic Stiftung

Es ist ja in den letzten Wochen in Mode gekommen, sich Wasser über den Kopf zu schütten um damit auf ALS aufmerksam zu machen. An und für sich eine schöne Aktion, auch wenn ich persönlich der Ansicht bin, dass viele die Challenge mehr aus Selbstdarstellung als aus Nächstenliebe durchführen. Wenn am Ende des Tages dennoch Geld dabei zusammen kommt, soll es mir recht sein.
Ich für meinen Teil möchte an dieser Stelle eine andere gute Sache vorstellen: die Neven Subotic Stiftung
Als leidenschaftlicher Fan und Mitglied des BVB feiere ich Neven nicht nur als Fußballspieler, sondern auch sein Engagement für den Zugang zu sauberem Wasser in Äthiopien. Die Informationen zu den einzelnen Projekten der Stiftung werde ich euch in den nächsten Tagen und Wochen in einzelnen kleinen Artikeln nach und nach vorstellen, wer sich vorab selbst schon mal ein Bild von der Sache verschaffen möchte kann das hier machen.

Wie unterstützt Herdblog.de die Neven Subotic Stiftung?

Zum einen werde ich monatlich 50% aus meinen Flattr-Einnahmen (falls diese zu gering sind mindestens 5€) in einen Jahrespool stecken, zum anderen werde ich die Einnahmen für Produkttest in diesen Jahrespool fließen lassen. Bisher habe ich solche Anfragen für bezahlte Produktvorstellungen bzw. -tests abgelehnt, da ich keine Produkte für Betrag XY empfehlen möchte. Diese Produktvorstellungen werden in Zukunft als eigene Kategorie “Herdblog hilft” vorgestellt und auch als solche deutlich zu erkennen sein. Es wird also keine “Schleichwerbung” im Blog geben, sondern die durch Produkttests entstandenen Einnahmen werde ich an die Stiftung spenden.

Klickt also regelmäßig auf den Flattrbutton, spendet direkt an die Stiftung oder teilt einfach die Beiträge. Mehr Informationen zur Neven Subotic Stiftung gibt es hier:

Neven Subotic Stiftung
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Aus der Reihe #Foodfail – Meat Glue

Dieses Video ist mir des öfteren in diversen sozialen Netzwerken über den Weg gelaufen. Natürlich ist der Einsatz von Transglutaminasen bei Steaks nicht erwünscht und man schüttelt im ersten Moment ungläubig den Kopf. Das ein Großteil von uns dieses zusammengeklebte Fleisch bestimmt schon einmal gegessen haben könnte, ahnen viele nicht. Formfleisch, Fischstäbchen, Chicken Nuggets, diverse Tiefkühl-“Schnitzel”, Schinken, Wurst, Burgerpatties, die Liste ist lang und sicherlich unvollständig. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft beim lokalen Metzger vor Ort. Dort wird in der Regel ohne solche Mittel gearbeitet bzw. die Transparenz ist in kleinen Metzgereien größer. Wem das Fleisch vom Metzger zu teuer ist, sollte sich spätestens an dieser Stelle fragen, ob das günstigere Fleisch aus der Plastikschale im Supermarkt wirklich 100% Fleisch ist. Zweimal pro Woche gutes Fleisch ist hier vielleicht auch ein Lösungsansatz. Denkt mal drüber nach.

Ende der Auszeit

Hier im Blog war es lange Zeit ruhig. Fast ein Jahr lang habe ich mich aus einem Großteil meiner Netzaktivitäten zurückgezogen Twitter, Flickr, Tellerkunst, meinem Podcast, der Kochschule und meinem Blog eine Auszeit gegönnt.

Warum diese lange Pause? Zum einen hatte ich den Spaß an der Sache verloren, zum anderen hatte mich meine berufliche Veränderung voll im Griff. Der Weg vom Küchenchef in den Vertrieb einer großen Bäckerei funktioniert leider nicht von heute auf morgen und beansprucht eine Menge Zeit und Energie. Der Spaß und die Lust kehren nun mittlerweile wieder zurück und auch mein Zeitmanagement wird besser. Ob ich alle Projekte in dem ursprünglichen Format weiterführe, kann ich heute noch nicht sagen. Die Kochschule ist an und für sich eine feine Sache, allerdings sehr zeitaufwendig und die ganzen negativen Kommentare nerven doch gewaltig. Kochen ist Geschmackssache und es gibt viele Ansätze ans Ziel zu kommen. Ich habe nie behauptet, dass meine Art zu kochen die einzig richtige sei. Hate it or love it!

Doch trotz der Pause kamen immer wieder Anfragen, Kommentare und Fragen nach Hilfe. Mittlerweile habe ich auch wieder viele neue Themen, Ideen und Ansätze dieses Blog weiter mit interessanten Themen zu füllen und Symbiosen zu erschaffen. So werde ich Herdblog und Waagemutig enger miteinander verknüpfen, indem ich neben dem Podcast Waagemutig auch als Ernährungs- und Fitnesslabel nutzen möchte. Dabei werden aber auf waagemutig.herdblog.de nur der Podcast, Shownotes und weiterführende Links veröffentlicht. Rezepte, Berichte und sonstiges erscheinen auf Herdblog.de

Die ein oder andere Zusammenarbeit mit befreundeten Blogs, Podcastern und Projekten befindet sich zur Zeit noch in Planung und wird zur gegebener Zeit bekannt gegeben. Aktuell stehen erstmal für September die Veröffentlichung von Waagemutig Folge 3, ein Video für die Kochschule und etwas Detailarbeit an den drei Blogs auf der To Do Liste.

Freut euch drauf

Mario

 

 

 

Osmose und Diffusion in der Küche

Ob es jetzt nützliches Fachwissen oder gefährliches Halbwissen ist, mag ich nicht beurteilen. Dennoch versuche ich mich trotz schlechter Physik- und Chemienoten an einer Erklärung, denn bei so manchem Experiment in der Küche kann der Nutzen dieses Wissens von Vorteil sein.

Fangen wir klein an – mit Zellen und Salzmolekülen. Vereinfacht gesagt findet hier ein Austausch statt, in welche Richtung hängt von der Umgebung ab. Es wird dabei versucht ein Gleichgewicht zu schaffen. Befindet sich z.B. ein Stück Fleisch in Salzwasser (die Salzkonzentration ist außen höher als im Inneren der Zelle) nimmt das Fleisch das Salz bzw. die Salzmoleküle auf. Umgekehrt werden Moleküle in salzarmen Wasser abgegeben.

Was bedeutet das nun für mich als Koch?

Wenn ich nun ein Stück Fleisch z.B eine Ochsenbrust schmackhaft zubereiten möchte, sollte mein Wasser in dem ich es koche Salzhaltig sein, damit die Zellen beim Kochen genügend Salzmoleküle und somit Würze aufnehmen können. Man bezeichnet diesen Vorgang als Diffusion.

Sollte ich aber eine Brühe aus dem selben Stück Fleisch (was selbstverständlich viel zu schade wäre) ansetzen wollen, sollte das Wasser möglichst salzarm sein, da wir den Geschmack ja später im Wasser haben möchten und der Austausch vom Fleisch zum Wasser geht. Durch das hohe osmotische Gefälle diffundieren mehr Substanzen ins Wasser.

Zusammengefasst:

Fleisch zubereiten -> Salz ins Wasser

Brühe ansetzen -> kein Salz ins Wasser

Einen ähnlichen Effekt haben wir, wenn wir z.B ein Steak zu lange vor dem Braten salzen. Das Salz zieht Flüssigkeit aus dem Steak bzw. aus dem Fleischzellen. Gleichzeitig gehen die Salzmoleküle ins Fleisch über. Wir kennen dieses Prinzip vom Pökeln. Das Steak wird nun beim Braten zäh und trocken.

Postiv nutzen kann man diesen Effekt beim “Wiederbeleben” von Kräutern. Werden diese in destilliertes Wasser gelegt werden diese wieder einigermaßen “frisch”.

Viel weiter ins Detail möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht gehen. Gerne nehme ich Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren entgegen, da gibt es bestimmt den einen oder anderen Experten unter euch ;-)

 

Käsekuchen

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Es ist wieder eines dieser Rezepte, die ich im Laufe der Jahre gesammelt und sofort in mein Repertoire aufgenommen habe. Als mir Julian, viele Grüße an dieser Stelle, seinen Käsekuchen präsentierte war es um mich geschehen.

Ja er ist sehr mächtig, ja deine Oma backt den besseren Käsekuchen – egal!

Nimm dieses Rezept und hab Spaß!!!

Nimm Tonkabohne anstatt Vanille oder von mir aus auch etwas Zimt… Spiele!

 

Zutaten:

Für den Teig:

  • 240g gemahlene Haselnüsse
  • 80g Semmelbrösel
  • 40g Zucker
  • 200g zerlassene Butter

Für die Masse:

  • 1kg Philadelphia
  • 5 Eier
  • 300g Zucker
  • 20g Zitronensaft (stattdessen gerne auch Amaretto)
  • Mark einer Vanilleschote (alternativ Zimt oder Abrieb einer Tonkabohne)
  • 30g Mehl

Für die Deckschicht:

  • 300g Sauerrahm
  • 30g Zucker
  • 80g Eigelb

 

Zubereitung:

Für den Teig müsst ihr alle Zutaten gut vermengen und in einer Backform gleichmäßig verteilen. Nun könnt ihr die Zutaten der Masse glatt rühren, das bedeutet alle Bestandteile miteinander vermischen, versucht hierbei aber nicht zu stark zu rühren, damit die Masse nicht zu flüssig wird. Diese Masse wird nun auf den noch rohen Haselnussteig gegeben und bei 170°C eine Stunde bei Ober/Unterhitze im Backofen geschoben.

Nach 60 Minuten holt ihr den Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn für ca. 15 Minuten ruhen. Jetzt könnt Ihr die Deckschicht auf den Kuchen geben und ihn nochmals 20 Minuten bei 170°C Ober/Unterhitze backen.

Der Kuchen sollte nun mindestens sechs Stunden auskühlen. Danach könnt ihr ihn in vollen Zügen genießen.

 

Kaffee trinken in Wien

„Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.“
(Jonathan Swift)

 

Ich liebe Kaffee. Für einen guten Kaffee laufe ich schon mal durch halb Berlin, zahle ab und an auch richtig viel Geld und die Anzahl meiner Kaffeemaschinen ist in den letzten Jahren auch deutlich gestiegen. Endgültig auf den Geschmack gekommen bin ich zu meiner Mainzer Zeit, als ich regelmäßig meine doch eher wenigen freien Tage bei einer guten Tasse Kaffee in der Mainzer Kaffeemanufaktur verbrachte. Der CRE 119 Kaffee – Podcast hat mir dann noch eine weitere Tür geöffnet und mein Interesse endgültig geweckt.

Umso mehr habe ich mich über die Nachricht meines neuen Arbeitgebers gefreut, für drei Tage ein Kaffeeseminar in Wien zu bekommen. Letzten Montag war es endlich so weit und ich wurde von der Firma Schärf in Empfang genommen. Vom Flughafen Wien ging es ins ca. 40 km entfernte Neusiedl am See.

Die Kaffeeapotheke in der Schärf World

In der sog. Schärf World wurde uns zunächst ein theoretischer Einblick über die Welt des Kaffees vermittelt. Worin besteht der Unterschied zwischen Arabica und Robusta, welche Sorte beinhaltet mehr Coffein und wie setzt sich ein guter Kaffee zusammen. Selbstverständlich durften wir uns auch verschiedene Kaffeesorten in den unterschliedlichsten Zuständen ansehen und auch vor Ort der Röstung einzelner Mischungen beiwohnen. Mir war bis dato nicht bewusst, wie komplex und feinfühlig so ein Röstvorgang doch ist. Hier muss neben einem guten Händchen vor allem ein geschultes Auge am Werk sein um u.a. den richtigen Farbton der Mischung zu treffen.

In diesen Trommel werden manuell die Kaffeemischungen geröstet.

In diesen Trommel werden manuell die Kaffeemischungen geröstet.

Nach dem vielen Input ging es dann erstmal auf einen “kleinen Braunen” in die Lounge des Hauses. Hier gibt es neben einer Kaffeebibliothek und einem Coffeeshop auch jede Menge Informationen über Marley Coffee von Rohan Marley, einem der Söhne von Bob Marley. Weitere Eindrücke gab es dann in einer riesigen begehbaren Kaffeebohne, die als Mini-Kino für Kaffee- und Imagefilme des Unternehmens dient.

Ein Jamaica Blue Mountain wird dem Gast direkt am Tisch gebrüht

Ein Jamaica Blue Mountain wird dem Gast direkt am Tisch gebrüht

Nun ging es aber endlich an die Maschinen! Bevor wir aber selbst Kaffee kochen durften wurde uns erst die Funktionsweisen verschiedener Siebträgermaschinen erklärt und welche Stoffe zu welcher Zeit aus dem Kaffee gelöst werden. Das die Crema an und für sich durch die Werbung ein Qualitätsmerkmal wurde war mir bewusst, dass ich aber an ihr die Qualität des Espresso und die der Zubereitung ablesen kann war mir neu. Auch der Unterschied zwischen “natürlicher” und durch Kaffeepadmaschinen künstlich erzeugter Crema war mir nie bewusst.

Am zweiten Tag gingen wir in die Vollen. Espresso, Caffè Latte, Latte Macchiato, Moccacino und Cappuccino waren nur der Anfang. Es wurde Milch geschäumt, geschichtet und kombiniert. Neben Shakes und kalten Kaffeegetränken widmeten wir uns auch einiger Zeit dem Thema Tee. Trotz meiner Vorkenntnisse habe ich noch einen Menge dazugelernt und hatte eine Menge Spaß beim Kaffee kochen. 2013-12-03 09.50.32

Am dritten und letzten Tag haben wir die vorigen Lektionen nochmals vertieft, bevor wir noch einen Kurztrip durch Wien wagten. Neben den üblichen Touristenmagneten haben wir noch einige interessante Ecken abseits des Mainstreams entdeckt. Es waren tolle Stunden in Österreich und ich freue mich schon auf eine Auffrischung in der Zukunft.

Wer zufällig in Wien ist und ein paar Stunden Zeit hat, sollte die Kaffeeworld besuchen. Es lohnt sich.

Ein großes Dankeschön an Pappert, Schärf, Mandy, Philipp und Christian für die tolle Zeit in Wien!!!

Rhöner Kartoffelsuppe mit knusprigen Leberwursttaschen

Rhöner Kartoffelsuppe mit knusprigen LeberwursttaschenLowQ

 

Es ist sicherlich nicht das außergewöhnlichste Gericht, aber bei den frostigen Temperaturen ist diese deftige Kartoffelsuppe ein willkommener Gast auf meinem Speiseplan. Als Zubrot gibt es knusprige Wan Tan Taschen mit Leberwurstfüllung. Abgerundet wird das Ganze dann durch einen Schlag Sahnemeerrettich, der wie ich finde zu einer Kartoffelsuppe sehr gut passt.

 

Zutaten:

Für die Kartoffelsuppe:

  • 1kg geschälte Kartoffeln (mehligkochend)
  • 1 Zwiebel
  • 200g Wurzelgemüse (1 Karotte, etwas Sellerie, 1/2 Stange Lauch)
  • 150g Bauchspeck
  • 1,5l Brühe
  • etwas Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Sahnemeerrettich
  • bei Bedarf 200ml flüssige Sahne

Für die Leberwursttaschen:

  • Wan Tan Teig
  • 100g Leberwurst
  • 40g Paniermehl
  • 1 kleine Gewürzgurke
  • etwas Majoran
  • 1 Ei
  • Fett zum Frittieren

 

Zubereitung:

Zuerst bereiten wir uns alle Zutaten vor und fangen hier mit dem Bauchspeck und den Kartoffeln an. Da der Bauchspeck gewürfelt werden soll habe ich noch einen kleinen Tipp für euch. Legt den Speck für einige Zeit in den Tiefkühler Im angefrorenen Zustand lässt sich Speck wesentlich angenehmer und einfacher schneiden! Das machen wir bevor wir die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Nach dem die Kartoffeln vorbereitet sind schneiden wir den Speck in feine Würfel und stellen ihn zur Seite.

Jetzt wird das Wurzelgemüse und die Zwiebel vorbereitet. Das Gemüse wird von der Schale entfernt und zusammen mit der Zwiebel in grobe Würfel geschnitten. Der Lauch wird separat von restlichen Gemüse aufbewahrt, da er später zu schnell im Topf verbrennen würde und dann bitter schmeckt.

Jetzt können wir schon mit dem Ansetzen der Suppe beginnen. Der Suppentopf sollte richtig heiß sein, bevor wir die Suppe ansetzen, da uns sonst später durch das ständige Hinzufügen neuer Zutaten die benötigte Hitze fehlen würde. Wenn der Topf heiß genug ist geben wir etwas Öl in den Topf und kurze Zeit später den gewürfelten Speck. Diesen lassen wir nun einige Zeit im Topf aus und geben anschließend unsere klein geschnittenen Kartoffeln dazu. Beides rösten wir nun eine Weile an bevor das Wurzelgemüse (ohne den Lauch) dazu gegeben wird. Wenn alle Zutaten etwas Farbe bekommen haben, geben wird den Lauch dazu und füllen den Topf mit der Fleisch- bzw Gemüsebrühe auf. Nach etwa 30  – 45 Minuten sollte die Suppe pürierfertig sein. Je nach Geschmack kann man sie grob oder fein pürieren. Ich gebe beim Pürieren immer gerne einen Schuss flüssige Sahne dazu, um die Suppe cremiger zu bekommen.

Während die Suppe kocht, bereiten wir unsere Leberwursttaschen vor. Hierzu würfeln wir die Gewürzgurke ganz fein und schneiden etwas Majoran klein. Beides vermengen wir gut mit der Leberwurst und dem Weckmehl. Nun bestreichen wir die Wan Tan Blätter mit Ei und geben einen Teelöffel unserer Leberwurstmasse in die Mitte des Blattes.

Als nächstes werden die Blätter zu Dreiecken geformt und kurz vor dem Servieren in heißem Fett ausgebacken. Bitte dabei aufpassen, da es vorkommen kann, dass sich die Taschen aufblähen und heißes Fett nach oben spritzt!

Serviert die Suppe gern mit ewtas Sahnemeerrettich und versucht die Leberwurst Wan Tans dazu. Für mich eine simple, aber geniale Kombination. Viel Spaß beim Nachkochen!

Neustart

Nachdem nun schon vereinzelte Mails und Tweets mich scherzhaft gefragt hatten, ob ich das Bloggen eingestellt hätte, muss ich die kleine Pause im Blog bzw. den Blogs erklären.
Es stehen und standen in den letzten Wochen einige Veränderungen in meinem Leben an, welche mir für die Bloggerei leider keine Zeit gelassen haben. Aber der Reihe nach.

Die wohl gravierendste Veränderung war die des Berufes. Ich koche nicht mehr! Nach 12 Jahren am Herd habe ich die Schürze ausgezogen und mich beruflich neu orientiert. Dieser Entschluss ist mir logischerweise nicht leicht gefallen, da ich Kochen liebe und mir die Arbeit in den verschiedenen Küchen dieser Nation größtenteils auch immer Freude bereitet hat. Nun steht aber die Familie an erster Stelle und somit habe ich mich für einen Job mit geregelteren, familienfreundlicheren Arbeitszeiten entschieden. Die neue Aufgabe ist eine spannende Herausforderung und knüpft in Teilen an meine alte Laufbahn an. Mehr zum neuen Beruf kann ich euch Anfang nächsten Jahres verraten, da ich mich zur Zeit noch in der Einarbeitungsphase befinde und noch nicht alles spruchreif ist. Es könnte aber durchaus sein, dass das Blog in Zukunft auch einen größeren Anteil an Back-, Kaffee- & Konditoreiartikeln beinhaltet ;-)

Der zweite Hauptgrund für die momentan fehlenden Artikel ist mein Umzug. Wir sind in eine größere Wohnung gezogen und richten uns zur Zeit neu ein. In Kombination mit einem Kleinkind und all den Schulungen und Seminaren des neuen Berufes bin ich einfach nicht in der Lage neue Sendungen und Podcasts zu produzieren. Dafür habe ich nun eine wesentlich größere Küche, was mich auch in Sachen Kochschule auf neue Gedanken bringt.

Generell wird es ohnehin bei Herdblog, Waagemutig und Tellerkunst demnächst einige Änderungen geben. Es wird alles etwas zusammenwachsen, neue Logos werden momentan gestaltet und der komplette Auftritt wird kompakter. Aber auch hier möchte ich nicht zuviel verraten, lasst euch überraschen.
Für die Logogestaltung konnte ich Ingmar Süß gewinnen – danke schon mal an dieser Stelle, die ersten Entwürfe waren genau mein Geschmack.

Wenn diese Hürden in den nächsten Tagen und Wochen genommen sind, habe ich mehr Freizeit, was im Umkehrschluss mehr Zeit für Kreativität und die Blogs bedeutet. Es passiert momentan viel im Hintergrund, bald ist es auf eurem Bildschirm!

Die Lust aufs Kochen ist seit dem Wechsel jedenfalls gestiegen :-)

Danke für eure Geduld.
Mario